Fachkräfte
Beratung nach § 8a SGB VIII
Fachberatung beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII)
Kindertagesstätten und Jugendförderung im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Der Kinderschutzbund Darmstadt berät im Auftrag des Landkreises Darmstadt-Dieburg Kindertagesstätten und Institutionen der Jugendförderung, wenn diese einen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung in ihrer Einrichtung haben. Ziel bei der Fachberatung ist es, eine
Gefahreneinschätzung zu treffen und die Institutionen bei ihrem weiteren Vorgehen zu unterstützen.
Sie finden die für Sie entwickelten Arbeitshilfen sowie die Ampelbögen unter Downloads
Unser Team ist erreichbar unter:
Montag – Freitag 09:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr
Beratung nach § 8b SGB VIII
Fachberatung beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung (§ 8b SGB VIII)
Schulen, Gesundheitswesen und Sonstige im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Auf Grundlage der Vereinbarungen, die im Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) am 22.12.2011 getroffen und im darin enthaltenen Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) geregelt wurden, erfuhr der aktive Schutz von Kindern und Jugendlichen eine deutliche Stärkung.
Die elterliche Verantwortung und Aufgabe, „das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu schützen und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu fördern“ ist ein im Grundgesetz verankertes Gut. Wenn Erziehungsberechtigte nicht bereit oder in der Lage sind, Gefahren abzuwenden, “wacht die staatliche Gemeinschaft “ über das elterliche Tun: somit wirken schon lange auch die Schulen sowie das Gesundheitswesen mit bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe.
Nach § 8b Abs. 1 SGB VIII i.V. m. § 4KKG besitzen auch Lehrerinnen und Lehrer an öffentlichen und privaten Schulen, Ärzte, Hebammen, Pflegepersonal und weitere Berufsgruppen, denen gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit bekannt werden, gegenüber dem Jugendhilfeträger einen Beratungsanspruch durch eine „insoweit erfahrenen Fachkraft“.
Sofern Sie diesen Berufsgruppen angehören und im Landkreis Darmstadt-Dieburg ansässig sind, können Sie sich beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung an unsere Berater*innen wenden. Ziel bei der Fachberatung ist es, eine Gefahreneinschätzung zu treffen und die Institutionen bei ihrem weiteren Vorgehen zu unterstützen.
Sie finden die für Sie entwickelten Arbeitshilfen sowie die Ampelbögen unter Downloads
Unser Team ist erreichbar unter:
Montag – Freitag 09:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr
Fortbildungen
Fortbildungsmodule
Schutz vor sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen
Die Fortbildungsangebote zum Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen richten sich an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Kindertagesstätten (Kita) sowie der Jugendförderung (JuFö). Die Fortbildungen sollen sowohl im Präventions- als auch im Interventionsbereich Handlungssicherheit geben.
Die Fortbildungen sind für Mitarbeiter*innen im Landkreis Darmstadt-Dieburg kostenfrei.
Institutionen aus anderen Kommunen können sich an die Leitung der Beratungsstelle (Frau Zapf Messias) wenden.
Fortbildungsangebote
Wenn die Krise kommt…
Was tun, wenn trotz Schutzkonzept „etwas passiert“
Auch in Einrichtungen mit etablierten Schutzkonzepten kann es zu Situationen kommen, in denen Grenzen verletzt oder pädagogische Leitlinien überschritten werden. Schutzkonzepte sollen Kinder wirksam vor Grenzverletzungen, Übergriffen und anderen Formen von Gewalt bewahren. Dennoch zeigt die Praxis: Kein Konzept bietet absolute Sicherheit. Im pädagogischen Alltag kann es zu Vorfällen kommen, die schnelles, klares und professionelles Handeln erfordern – etwa bei grenzverletzendem Verhalten, Übergriffen oder dem Verdacht auf sexualisierte Gewalt.
Der Schwerpunkt dieser Fortbildung liegt auf dem professionellen Krisenmanagement in solchen Fällen. Es werden Grundlagen zum Erkennen von Täter*innenstrategien vermittelt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Verdachtsmomente professionell eingeordnet werden können. Außerdem werden das sichere Führen interner Personalgespräche sowie die fachlich notwendigen nächsten Schritte erläutert. Auch der Umgang mit Presse und Öffentlichkeit, die Fürsorge für Kinder, Eltern und Mitarbeitende sowie Fragen der Nachsorge, Rehabilitation und institutionellen Aufarbeitung sind Teil des Seminars.
Ziel der Fortbildung ist, dass die Teilnehmenden Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen, Krisensituationen und Verdachtsmomenten gewinnen. Sie reflektieren bestehende Schutzkonzepte und stärken ihre Kompetenz im Umgang mit Belastungssituationen. Die praxisorientierte Seminararbeit beinhaltet die Analyse von Fallvignetten, Rollenspiele sowie den Austausch zu eigenen Erfahrungen.
Erkundungsspiele oder Übergriffe?
Sexuelle Übergriffe erkennen, einordnen und besonnen handeln
Sexuelle Übergriffe unter Kindern finden in der Kita immer wieder statt und verursachen schnell Sorge und Verunsicherung bei den Fachkräften.
Die Einordnung fällt oft schwer: Wann handelt es sich um ein Erkundungsspiel und ist für die Entwicklung von Kindern förderlich und was geht zu weit? Das Thema spaltet oft die Elternschaft und die Krise greift auf die gesamte Einrichtung über. Ein schnelles Handeln ist erforderlich, um Sicherheit für alle herzustellen. Hierfür ist es hilfreich einen Ablaufplan für das Vorgehen im Vorfeld zu erarbeiten und parat zu haben.
Im Seminar wollen wir Hintergrundwissen vermitteln und Sicherheit geben im pädagogischen Handeln.
Inhalte der Fortbildung sind
• Wie grenzen sich Erkundungsspiele von sexuellen Übergriffen unter Kindern ab?
• Was braucht das betroffene Kind, was das übergriffige Kind?
• Wie können Eltern sachgerecht einbezogen und informiert werden?
• Wie kann sich die Einrichtung vor Vorwürfen zum Thema Aufsichtspflicht schützen?
• Welche Schritte gem. §8a SGB VIII müssen ggf. erfolgen?
Sicherheit gewinnen in Gesprächen mit Eltern
… im Kontext Kindeswohlgefährdung
Fachkräfte in Kindertagesstätten erleben immer wieder Kinder, die mit Lebenssituationen zurechtkommen müssen, die ihre Entwicklung beeinträchtigen. Ein erstes Signal ist oft das ungute Bauchgefühl, verbunden mit der Sorge, ob bereits eine Kindeswohlgefährdung besteht. Fachkräfte fühlen sich häufig unsicher darüber, das Gespräch mit den Eltern zu suchen. Es wird befürchtet, die gute Beziehung zu gefährden, Eltern zu Unrecht zu “beschuldigen“ und schlussendlich eine Abmeldung des Kindes zu verursachen. Das, was sonst die Kernkompetenz von pädagogischen Fachkräften ausmacht, wird beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung oft zum unsicheren Wackelpfad.
Zur Abwendung der Gefährdungslage ist es notwendig, frühzeitig mit Eltern zu sprechen. In gemeinsamen Gesprächen soll ihre Mitwirkung gewonnen und überprüft werden. Ein Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle entsteht. Elterngespräche vor diesem Hintergrund zu führen, erfordert besondere Klarheit, da mit Abwehrverhalten zu rechnen ist.
Die Teilnehmenden werden im Seminar befähigt, ziel- und ressourcenorientierte Gespräche mit Eltern zu führen. Die praktische Durchführung der Gespräche wird anhand von Praxisbeispielen und Fallvignetten. Grundlage bildet das Kinderschutzgesetz und die Verfahrensabläufe des §8a SGB VIII.
Sicherheit gewinnen in Gesprächen mit Kindern
… im Kontext Kindeswohlgefährdung
Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen begegnen regelmäßig Kindern, die in belastenden oder herausfordernden Lebenssituationen Unterstützung benötigen. Insbesondere bei Verdachtsmomenten auf Kindeswohlgefährdung ist eine reflektierte Anwendung geeigneter Gesprächstechniken mit den betroffenen Kindern besonders bedeutsam. Das Kind nicht zu überfordern, sondern, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, die kindliche Äußerungen ermöglicht, ohne Druck aufzubauen oder Erwartungen zu erzeugen.
Diese Fortbildung vermittelt pädagogischen Fachkräften Kompetenzen zur einfühlsamen und wertschätzenden Gesprächsführung mit Kindern in sensiblen Situationen. Im Fokus steht die Wahrnehmung kindlicher Signale und das Verstehen ihrer Perspektive.
Ziel ist es, die pädagogische Professionalität im Umgang mit belasteten Kindern zu stärken und die Handlungssicherheit im sensiblen Gespräch zu erhöhen – für einen verantwortungsvollen und kindzentrierten Kinderschutz.
Die praxisorientierte Seminararbeit beinhaltet die Analyse von Fallvignetten, Rollenspiele sowie den Austausch zu eigenen Erfahrungen. Grundlage sind die gesetzlichen Vorgaben des Kinderschutzgesetzes und die Verfahrensabläufe gemäß § 8a SGB VIII.
Kontakt & weitere Informationen
Geschäftsstelle
Montag – Freitag 09:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr

Vorträge und Projekte
Neben dem Beratungsangebot in aktuellen Krisensituationen sind Angebote zur Gewaltprävention wichtiger Bestandteil des Hilfeangebotes.
Wir bieten Gruppenangebote für Schülerinnen und Schüler an:
Im Rahmen von Unterrichtsreihen stellt der Kinderschutzbund seine Arbeit den Schüler*innen vor und beteiligt sich an folgenden Präventionsangeboten:
Kontakt & weitere Informationen
Geschäftsstelle
Montag – Freitag 09:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr
Ambulante Hilfen / Frühe Hilfen
Mütter und Väter sind heute in ihren Erziehungsaufgaben vielfach auf sich selbst gestellt. Unterstützungssysteme wie Herkunftsfamilie und nachbarschaftliche Gemeinschaft, die bei der Bewältigung von Krisen helfen können, erfüllen diese Funktion häufig nicht mehr. Der beste Weg, um Kinder vor Vernachlässigung zu schützen, ist unbestritten der einer Früherkennung und Frühen Hilfe. Die Eltern werden im Kinderschutzbund Darmstadt durch folgende Angebote entlastet und unterstützt:
- Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen(FGKiKP)
- FamilienLotsinnen (FamLo)
- familienentlastende Kinderbetreuung (FamKib)
Als „freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe“ ist der Kinderschutzbund auch Anbieter von Unterstützungsleistungen in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe nach den §§ 27 ff SGB VIII. Der Verlauf der Hilfe wird regelmäßig gemeinsam mit Ihnen, dem Jugendamt und dem Kinderschutzbund besprochen und abgestimmt.
Unsere Mitarbeiter*innen werden über den Baby Begrüßungsdienst „Kinder Willkommen“ des Familienzentrums Darmstadt vermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.familien-willkommen.de
Über das Berufsbild der FamilienLotsin® (Mütterpflegerin) können Sie sich unter www.muetterpflege-deutschland.de oder www.familienlotsinn.de informieren.
Kontakt & weitere Informationen
Geschäftsstelle
Montag – Freitag 09:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr

Kinderrechte-Tour
Kinder haben Recht(e)! – eine geführte Tour durch die Innenstadt von Darmstadt
Die Kinderrechte-Tour ist ein Rundgang in der Innenstadt von Darmstadt, bei der an 10 Stationen die Kinderrechte besprochen und mit angemessenen Spielen vertieft werden. Kinder und Jugendliche werden über ihre Rechte informiert und dadurch stark gemacht. Außerdem lernen sie, dass sie sich Unterstützung holen können, wenn ihre Rechte missachtet werden!
Die Tour wurde primär für Kinder im Grundschulalter konzipiert. Sie ist aber auch für Jugendliche im sozialen Jahr (FSJ) und angehende Erzieher*innen geeignet. Auch interessierte Erwachsene, die mehr über die Kinderrechte erfahren möchten, können eine Tour buchen.
Die Tour dauert ca. drei Stunden und kann im Zeitraum von März bis Oktober gebucht werden. Das Angebot ist kostenfrei und wird von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen geführt.
Unsere Erfahrungswerte nach mehr als 4 Jahren Kinderrechte-Tour zeigen, dass aus didaktischen Gründen das Führen von Touren für Drittklässler*innen vor den Osterferien und für Viertklässler*innen vor den Herbstferien am sinnvollsten ist.
Barbara Akdeniz – Bürgermeisterin der Stadt Darmstadt ist die Schirmherrin der Kinderrechte-Tour.

